Vision einer intelligenten Mobilität

Am Impulsforum 2020 werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie das Verkehrssystem umgestaltet werden sollte, um den bestehenden Raum sinnvoll zu nutzen. Es gilt, in einer ganzheitlichen Betrachtung den öffentlichen Verkehr und den Privatverkehr miteinzubeziehen und die Bedürfnisse der Kunden nicht zu vergessen. Vielleicht ist am Ende aber gar Immobilität der eigentliche Luxus? Als Leiter des Think Tanks W.I.R.E. beschäftigt sich Stephan Sigrist mit der Frage, wie die Welt in Zukunft aussehen und wie die Mobilität intelligent weiterentwickelt werden könnte.

Der Verkehrssektor steht vor einem Umbruch

Der Übergang zur Elektromobilität und die Ankündigungen der Disruption bestehender Modelle durch autonome Fahrzeuge stellt die Mobilitätsbranche vor grosse Herausforderungen. Allerdings stossen die visionären Ideen bei der Umsetzung in der Realität an Grenzen. Digitale Fahrdienste wie Uber kämpfen mit der Profitabilität sowie mit regulatorischen und gesellschaftlichen Widerständen. Das Aufkommen selbstfahrender Fahrzeuge in grösserer Zahl wird aufgrund der hohen Komplexität laufend in die Zukunft verschoben. Mit Blick auf die Gestaltung der Mobilität der nächsten Jahre und Jahrzehnte gilt es, eine realistische und dennoch zukunftsgerichtete Perspektive zu entwickeln, die der wachsenden Forderung nach nachhaltiger Fortbewegung, aber auch den Bedürfnissen der Nutzer, entspricht.

Die Rolle des öffentlichen Verkehrs neu denken

Laut dem Referenten Stephan Sigrist gilt es, mit einer ganzheitlichen Betrachtung nicht nur den Privatverkehr, sondern auch die Rolle und die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs weiter zu denken. Denn es zeichnet sich ab, dass die Mobilität von morgen multidimensional funktioniert und eine Verknüpfung verschiedener Transportmittel erfordert. Darüber hinaus beziehen wirklich intelligente Transportsysteme die Raumplanung mit ein und berücksichtigen ebenso die künftigen Lebens- und Arbeitsmodelle. Im Mittelpunkt stehen nicht primär neue Technologien als alleinige Heilsbringer, sondern vielmehr die Anpassung der gesellschaftlichen Strukturen und Werte. Dabei sollten wir uns womöglich von einer weiteren Maximierung der Mobilität verabschieden und Immobilität als eigentlichen Luxus erkennen.

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